Tag-Archiv für 'alles-für-alle'

5. Umsonstflohmarkt in Karlsruhe

Liebe Freundinnen und Freunde des Umsonstflohmarkts,

am Sonntag 26.06.2011 findet bereits zum fünften Mal der ,,wirklich, wirklich freie Markt“ ab 12 Uhr auf dem Werderplatz statt.
Wieder einmal gilt:

Bring vorbei,was du nicht brauchst,
was aber anderen noch gut nützen kann.
Nimm mit,was du gebrauchen kannst.
Trag bei,ohne nachzufragen.
Bedien dich ohne schlechtes Gewissen.

Für Geld,Feilschen und Tauschen ist hier und heute kein Raum.
Lass deiner Phantasie freien Lauf:
Bücher,Kleidung,Taschen,Büroklammern,Lampen,CDs,
Golfschläger,Poster,Schuhe …

Wichtig ist aber auch: Bitte keinen Müll mitbringen!
Es geht nicht ums Loswerden wertloser Gegenstände,
sondern um die Weitergabe wertvoller,zu gebrauchender Dinge.

Kommt vorbei!
Eure freundlichen Anarchist_Innen aus der Nachbarschaft.

26.06.2011
12 Uhr (Achtung! Eine Stunde später als üblich)
Werderplatz, Südstadt, Karlsruhe

Die Sonne scheint…

… und gleich gehts los! Ab 11 Uhr auf dem Werderplatz das Wetter genießen und ganz ohne Geld und Tausch schöne Dinge ergattern oder alten Kram loswerden.

Her mit dem schönen Leben!

3. Umsonstflohmarkt

Der dritte Karlsruher Umsonstflohmarkt findet am Sonntag 19.09.2010, wie gewohnt von 11-17 Uhr auf dem Werderplatz (Südstadt) statt.

Achtung:
Es wird vor der Winterpause der letzte Umsonstflohmarkt sein, wann der nächste stattfinden wird, entscheidet wohl das Wetter…. wir werden euch aber hier und per Flyer rechtzeitig informieren wann es wieder weitergeht! Gerne könnt ihr auch eine E-Mail mit dem Betreff „Newsletter“ an uns [umsonstflohmarkt-ka“ät“secure-mail.org] schreiben, dann werden wir euch per Mail die jeweils aktuellen Daten mitteilen.

In diesem Sinne, bis Sonntag! Wir freuen uns auf euer kommen eure freundlichen Anarchist_Innen aus der Nachbarschaft!

UMSONSTFLOHMARKT der wirklich wirklich freie Markt

Sonntag, 18. Juli
(wer’s ganz genau wissen will: am vorletzten Sonntag in jedem ungeraden Monat)
Werderplatz, Karlsruhe Südstadt
(bei schlechtem Wetter gibt es aktuelle Infos auf der Homepage: http://umsonstflohmarktka.blogsport.de)

Weil’s beim ersten Mal gleich so schön war, gibt es ihn ab jetzt regelmäßig in Karlsruhe: den Markt ohne Tausch.
Bring‘ vorbei, was du nicht mehr brauchst, was aber anderen noch gut nützen kann. Nimm‘ mit, was du gebrauchen kannst. Trag‘ bei ohne nachzufragen, bedien‘ dich ohne schlechtes Gewissen.
Für Geld, Feilschen und Tauschen ist hier und heute kein Raum. Lass‘ deiner Phantasie freien Lauf! Kleidung, Bücher, CDs! Kekse, Quiche, Limonade! Gitarren, Hüte, Pflanzen! Fotoapparate, Taschen, Fahrradanhänger!
Wichtig ist aber auch: Bitte bring‘ keinen Müll mit! Es geht nicht ums Loswerden wertloser Gegenstände, sondern um die Weitergabe wertvoller, zu gebrauchender Dinge.

Wer Gutes loswerden will, aber nicht zum Umsonstflohmarkt kommen kann, kann auch gerne Waren zum ständigen Umsonstladen im Hinterhaus in der Viktoriastr. 12 bringen. Zum Beispiel Donnerstag abends ist dort wegen VoKü immer geöffnet.

Bei Fragen, Anregungen, Eingebungen, Visionen… Schreib‘ doch einfach an: umsonstflohmarkt-ka@secure-mail.cc

Deine freundlichen AnarchistInnen aus der Nachbarschaft

ALLES FÜR ALLE – UND ZWAR UMSONST!

Everything for everyone – for free!
Tutto per tutti – e cioè gratuito!
Tout pour tous – et gratis!
Her sey herkese – hem de bedava!

Was ist ein Umsonstflohmarkt?
Das Konzept eines Umsonstflohmarktes ist einfach! Ähnlich wie bei einem normalen Flohmarkt werden gebrauchte Gegenstände, wie Kleidung, Bücher, Haushaltsgeräte usw. angeboten. Der große Unterschied hierbei ist, dass alles für umme ist. D.h. mensch kann sich nehmen was er/sie braucht oder ihm/ihr gefällt ohne zu bezahlen. Wieso auch, ist ja alles umsonst! Diese Art von Flohmarkt lebt auch davon, dass Leute etwas mitbringen was sie nicht mehr gebrauchen können und dazulegen. Wichtig ist, dass die mitgebrachten Sachen noch zu gebrauchen sind. Aber natürlich muss nichts mitgebracht werden! Es soll ja ein Umsonstflohmarkt sein und keine Tauschbörse.

Wieso ein Umsonstflohmarkt?
Mit dieser Aktion sollen kritische Gedanken zu unserem Konsumverhalten angeregt werden. In unserer Gesellschaft ist es normal Dinge wegzuschmeißen und neu zu kaufen. Ob es Kleidungsstücke sind die nicht mehr im Trend liegen, Autos die nicht den neusten Schnickschnack an Ausstattung haben oder Möbel die nicht mehr verkauft werden, weil es ein moderneres Angebot gibt usw… Dies geschieht aus den unterschiedlichsten Gründen: Eitelkeit, Geschäftssinn, Bequemlichkeit, aus dem Bedürfnis immer das Neuste zu haben, mensch will ja nicht altmodisch sein und vieles mehr.
An dieser Art von Konsum ist nicht nur zu kritisieren, dass dadurch menschliche und materielle Ressourcen verschwendet werden, sondern auch, dass er auf künstlich geschaffenen Bedürfnissen beruht. Menschen wird durch Werbung vorgegaukelt welche „Typen“ sie sind und was sie brauchen, bzw. welchem Trend sie zu folgen haben. Wenn es ihnen nicht möglich ist die beworbenen „Lebensweisen“ umzusetzen/ zu kaufen oder sie es nicht wollen, folgt gesellschaftliche Ausgrenzung. Aus Angst vor dieser entsteht unter anderem ein Zwang zu konsumieren und ein Konkurrenzkampf (z.B. wer hat die neusten und modernsten Klamotten). Wenn es Menschen wirklich nicht möglich ist, die Produkte zu besitzen, die sie zu brauchen glauben, entwickeln sie oft auch Minderwertigkeitsgefühle oder bekommen vermittelt, dass ihnen etwas unbedingt Notwendiges fehlt.

Warum wird so konsumiert? Um hierauf eine Antwort zu finden sollte mensch auf unser Wirtschaftssystem eingehen. Unser kapitalistisches System beruht auf ungebremstem Wachstum und Konkurrenz. Wirtschaftliches Wachstum wird nur erreicht, wenn immer mehr verkauft wird und mehrere Anbieter streiten sich um die KäuferInnen. Um nun die Produkte an die KonsumentInnen zu bringen, unterbieten sich die Firmen bei den Preisen, bzw. überbieten sich mit neuen Produkten und bewerben ihre Angebote jeweils als die besten. Es wird den Menschen vorgegaukelt, was ihre Bedürfnisse sein sollen, dass sie nur mit „diesem“ Produkt glücklich oder etwas wert sind. Und so wird gekauft ob es gebraucht wird oder nicht.

So ein Wirtschaftsmodell, das darauf ausgelegt ist immer mehr zu konsumieren und so unserer Umwelt und uns schadet lehnen wir ab!!

Was wollen wir?
Bitte versteht uns nicht falsch! Wir sind keine sparsamen Knauser/innen, die jedem Konsum abgeschworen haben und jede Neuheit als „böse“ abtun. Wir sind auch Menschen die gerne genießen, die neue Techniken zu schätzen wissen und gebrauchen! Nur wollen wir dies ohne Zwang und Neid tun, und in dem Bewusstsein dessen was wir überhaupt brauchen. Außerdem wollen wir selbst entscheiden was und wie produziert wird, in einer bedürfnisorientierten Gesellschaft, in der nicht erst Bedürfnisse produziert werden.

Und wir wollen zeigen, dass es auch anders geht: Warum sollten wir Sachen wegwerfen, wenn sie noch benutzbar sind? (Und wo ist denn überhaupt weg?)

Nein, wir wollen Güter (egal ob materielle, soziale oder geistige) weitergeben, verschenken, weiterbenutzen. Wir wollen einander Freude bereiten und uns gegenseitig helfen. Wir wollen nicht tauschen sondern teilen, nicht konkurrieren sondern zusammenarbeiten. Dies ist ein Experiment; wir wollen gemeinsam lernen, wie es uns besser gehen kann, wenn wir nicht kaufen sondern teilen.

Deshalb gilt hier und heute:

ALLES FÜR ALLE – UND ZWAR UMSONST!

FÜR EINE BEDARFSORIENTIERTE, HERRSCHAFTSFREIE GESELLSCHAFT!

FÜR DIE ANARCHIE!

AnarchistInnen aus eurer Nachbarschaft